habe die von Ihnen angegebene Website sorgfältig gelesen. Sehr ausführliche Stellungnahme. Dass Greenpeace einseitg argumentiert und evtl. nicht sorgfältig recherchiert hat, mag zutreffen. Natürlich ist Geenpeace als erklärter Gegner der Kernenergie befangen, soweit klar. Dies trifft aber auch auf die Autoren, die für www.energie-live.com schreiben, zu. Ich habe die Lebensläufe der Verfasser gelesen. Dabei fiel mir auf, dass von 33 Autoren allein 17 in der Kernforschung tätig sind oder waren. Weitere 6 hängen mit der Elektrizitäts-Großindustrie zusammen (KWU, EnBW), der Rest lässt sich nicht so eindeutig zuordnen, ich will da niemendem Unrecht tun. Dass jemand für die Kernindustrie bzw. Elektrizitätsunternehmen arbeitet, ist nicht zu beanstanden. Nur: Wes Brot ich ess, des Lied ich sing. Mir scheinen die Initiatoren von energie-fakten.de eine Lobby-Vereinigung zu sein, die die Öffentlichkeit in ihrem Sinne beeinflussen will. Deshalb ist ein gewisses Misstrauen durchaus angebracht. Die von mir genannte Website haben Sie offenbar nicht richtig gelesen. Da wird nämlich Greenpeace nur kurz zitiert. Viel wichtiger erscheint mir die Aussage "Auch Sebastian Pflugbeil, Physiker und Vorsitzender der Gesellschaft für Strahlenschutz, hält die Zahlen der WHO für völlig unrealistisch. Er habe sich ausführlich mit dem zu Grunde liegenden Bericht beschäftigt, sagt Pflugbeil. "Die 50 Toten, die dort angegeben werden, sind eine Frechheit." Pflugbeil zitiert weitaus höhere Zahlen. So habe ihm die stellvertretende Umweltschutzministerin der Ukraine berichtet, dass 17.000 Familien von Liquidatoren eine staatliche Rente bekommen, weil der Vater nach seinem Einsatz als Liquidator gestorben sei." Als Vorsitzender der Gesellschaft f. Strahlenschutz ist Pflugbeil für mich glaubwürdiger als die Leute, die in der Kernindustrie ihr Brot verdienen. Man beachte das Wort "Frechheit". Es sagt alles, was er vom WHO-Bericht hält. Ich halte nach vie vor die WHO-Zahlen für viel zu niedrig angesetzt.
